
Gebäudeversicherung, Elementarschutz, Leitungswasserschaden — wann die Versicherung für Kellerschäden aufkommt, wie Sie den Schadenfall richtig einleiten, und welche staatlichen Förderungen es gibt.
Von Hubert Jansen · unabhängiger Sachverständiger für Bauwerksabdichtung
Hinweis für Köln
NRW wurde 2021 von der Jahrhundertflut besonders hart getroffen. Seitdem steigen die Prämien für Elementarschutz, und immer mehr Versicherungen lehnen Neuverträge in Risikogebieten ab. Jetzt noch Elementarschutz abschließen — bevor es zu spät ist.
Inhalt
| Schadensursache | Versicherung | Bezahlt? |
|---|---|---|
| Rohrbruch / geborstene Leitung | Gebäudeversicherung (Leitungswasser) | ✅ Ja, wenn Klausel enthalten |
| Hochwasser / Starkregen | Elementarschutz | ✅ Nur mit Elementarschutz |
| Rückstau aus Kanalisation | Elementarschutz mit Rückstau-Klausel | ⚠️ Nur mit spezieller Klausel |
| Aufsteigende Kapillarfeuchte | Keine | ❌ Kein Versicherungsfall |
| Eindringendes Grundwasser | Keine | ❌ Kein Versicherungsfall |
| Baumangel / fehlende Abdichtung | Keine | ❌ Kein Versicherungsfall |
Elementarschutz ist eine Zusatzversicherung zur Gebäudeversicherung, die Schäden durch Naturereignisse abdeckt: Hochwasser, Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdrutsch. Standard-Gebäudeversicherungen schließen diese Risiken aus.
Nach der NRW-Flut 2021 (Erfttal, Ahr, Teile Kölns) sind Elementarversicherungen in NRW teurer geworden und werden in Risikogebieten zunehmend abgelehnt. Wer noch keinen Elementarschutz hat, sollte jetzt aktiv werden.
In Köln sind besonders die Stadtteile Chorweiler, Porz, Merheim, Kalk und Rodenkirchen von Kellerschäden durch Überflutung und Grundwasser betroffen. Starkregenereignisse wie der Jahrhundertregen 2021 und die Nähe zum Rhein erhöhen das Druckwasserrisiko erheblich. Der Rhein tritt in Köln statistisch alle 5–7 Jahre über die Ufer.
Köln leidet seit der Römerzeit unter Überschwemmungen. Das Hochwasser 1995 überflutete 70.000 Keller. Der Stadtrat hat seitdem Hochwasserschutzmauern gebaut — aber der Grundwasserspiegel bleibt in Flussnähe dauerhaft hoch.
Typische Situation in Köln
Die Bebauung in Köln stammt vorwiegend aus der Gründerzeit (1880–1914) und Wiederaufbauzeit (1950–1970). Drückendes Grundwasser bei Rheinhochwasser und kapillare Feuchte in Gründerzeit-Altbauten. In Chorweiler und Porz unbedingt auf drückende Abdichtung (WU-Beton oder Innenschale) setzen. In Ehrenfeld und Nippes reicht oft eine Innenabdichtung gegen kapillare Feuchte.
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Termin anfragenDas KfW-Programm 469 "Klimaanpassung Gebäude" fördert Schutzmaßnahmen gegen Starkregen und Hochwasser mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen:
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Hubert Jansen
Unabhängiger Sachverständiger für Bauwerksabdichtung · selbstständig seit 1980